Duisburger Filmwoche

Duisburger Filmwoche 38
gut gedeutet
3. bis 9.11.2014

Preisträger

ARTE-Dokumentarfilmpreis

Städtebewohner
von Thomas Heise

Es gibt über diesen Film nicht viel zu sagen. Er macht einen stumm, aber nicht fühllos. Das ist seine Qualität, das macht ihn aus. Er nimmt uns mit in einen geschlossene Welt, um zu sehen ohne zu richten. Die künstliche (Innen-)Welt scheint lebenswerter als die vermeintliche Freiheit vor den acht Türen, denn der geschlossene Raum ist auch ein geschützter Raum. In einem Schwenk über den Gefängnishof entfaltet sich ein kleines Rasenstück vom Paradies. Dennoch gibt es viel Platz für Dunkles in diesem Film, nicht in Schwarz-Weiß, sondern in Grautönen. Fragen nach der Vergangenheit, nach Gewalt und Verbrechen werden gestellt, sie bleiben Fragmente von märchenhaft-traurigen Geschichten.
In seinem Film STÄDTEBEWOHNER zeichnet Thomas Heise ein poetisches Bild eines Jugendgefängnisses in Mexiko City. Es wird hier keine Institution beschrieben, Heise dichtet in der ihm eigenen (Film-)Sprache. Es gibt nicht viel dazu zu sagen. Aber an das, was wir empfunden haben beim Anblick der jungen Männer und beim Hören ihres Sprechens werden wir uns noch lange erinnern.

Lobende Erwähnung

Tower House
von Karl-Heinz Klopf

Wir möchten eine lobende Erwähnung aussprechen für TOWER HOUSE von Karl-Heinz Klopf, da der Film bestechend und konsequent Form und Inhalt miteinander in Einklang bringt.

3sat-Dokumentarfilmpreis für den besten deutschsprachigen Dokumentarfilm

Portrait of a Lone Farmer
von Jide Tom Akinleminu

„Kinder aus Mischehen sind wie Vögel mit zwei Paar Flügeln. Wird das eine Paar schwächer, werden sie mit dem stärkeren fliegen.“
Das Bild der Vögel mit den zwei Flügelpaaren stammt vom Großvater des Filmemachers. Er richtete die Worte an seinen Sohn, der in den 1970er Jahren in Dänemark seine zukünftige Frau kennenlernte. Das Paar zog nach Nigeria, bekam zwei Töchter, einen Sohn. Doch seine Wege gingen auseinander. Jahre später bricht Jide Tom, der Sohn, inzwischen in Berlin zum Filmemacher ausgebildet, auf, um bei seinem Vater in Nigeria etwas zu suchen, von dem er nicht weiss, was es ist. Man könnte dieses Etwas bezeichnen als eine Suche nach den eigenen Wurzeln, die Suche auch nach dem eigenen Platz auf der Welt. Es ist in diese Suche eingeschrieben die Begegnung mit, und die Annäherung an den Mann, der des Regisseurs Vater ist, dieses „Lone Farmers“, des einsamen Bauern.
Jide Tom Akinleminu gelingt es in seinem wunderbar offenen Film „Ich“ zu sagen, ohne eitel oder prätentiös zu wirken. Er scheint sich dabei bewusst zu sein, dass die Konzepte von Identität in der Welt von heute überdacht werden müssen, weil längst ein großer Teil der Menschheit mit zwei Paar Flügeln unterwegs ist. Es ist bemerkenswert, wie klug und souverän der Autor mit seinen Bildern umgeht, die ein ums andere Mal von Unnahbarkeit, vom Sich-Entziehen und vom Ungreifbaren berichten und dennoch ständig neue Erfahrungsräume öffnen. Fast beiläufig entwickelt er dabei in wenigen Bildern ein Gefühl für das heutige Nigeria, in dem sein Vater lebt.
Akinleminu betrachtet den Alltag dieses „Lone Farmers“ mit einem neugierigen, gleichwohl nüchternen Blick. Daraus ergibt sich eine schöne Gewichtung zwischen Distanz und Vertrautheit. Auch die Anwesenheit der Kamera wird dabei nicht verschwiegen, immer wieder spielen die Akteure mit deren Präsenz. Am Ende steht nicht das Pathos der Versöhnung oder die große Antwort; auf der Fahrt zurück verliert die Straße sich im Nebel während Spuren im Sand die Erzählung beenden.

„Carte Blanche“ Nachwuchspreis des Landes NRW

Hier sprach der Preis
von Sabrina Jäger

Der Arbeitstag wird von mehr oder weniger eifrigen Angebotsdurchsagen getaktet, die Prozentzahlen hinter dem Minuszeichen steigen täglich. Währenddessen verdorren die Blumen an der Warenrücknahme, die blaue Pfütze aus verschütteter Farbe trocknet langsam ein.
HIER SPRACH DER PREIS lautet der Titel des Films von Sabrina Jäger, die dafür die diesjährige Carte Blanche erhält. Schon mit der Vergangenheitsform – „Hier spricht der Preis“ lautete ja der Slogan des Praktiker-Baumarkts – macht die Autorin kenntlich, wie schnell sich eine hohle Werbeformel gegen sich selbst wendet. HIER SPRACH DER PREIS ist ein Nachruf: Nachdem Praktiker im Juli des vergangenen Jahres Insolvenz anmeldete, begleitete Jäger den Ausverkauf in einem der Märkte bis zum bitteren Ende – an dem ein für die kapitalistische Welt ziemlich brutales Bild steht: ein Kaufhaus ohne Waren; ein Lager, in dessen Regalen die Leere gähnt.
Sabrina Jäger beweist in ihrem Film ein beeindruckendes Gespür für den Rhythmus des Niedergangs. Nicht nur Blumen, Farbtöpfe und Tresore verweigern sich dem Ausverkauf, auch die Mitarbeiter werden widerwillig, als Übernahmegerüchte die Runde machen. Statt Kommunikation herrscht Unverständnis: Keiner weiß, was das Wort „Transfergesellschaft“ eigentlich bedeutet, und der Brite Nigel, der neuerdings das Sagen im Markt hat, spricht ohnehin nur Englisch. „Das ist der, wo die Ware gehört. Das ist aber nicht mein Chef.“ So schlicht und doch so kompliziert beschreibt eine Protagonistin die neuen Machtverhältnisse an ihrer Arbeitsstelle, die bald nicht mehr ihre Arbeitsstelle sein wird.
Dass Sabrina Jäger sich der Ästhetik des Praktiker-Markts bedient, um diese Geschichte von den Dingen und den Menschen zu erzählen, macht ihren Film zu einem regelrechten Memento Mori – nicht nur für diesen Baumarkt oder für alle Baumärkte, sondern vielleicht sogar für den Warenfetischismus als solchen.

Förderpreis der Stadt Duisburg

Pădurea e ca Muntele, vezi?
von Didier Guillain, Christiane Schmidt

Es gibt viele Spiel- und Dokumentarfilme über Sinti und Roma. Sie zeigen entweder Elend und Diskriminierung oder aber Folklore und Lagerfeuerromantik – manchmal auch beides zusammen. PĂDUREA E CA MUNTELE, VEZI? (DER WALD IST WIE DIE BERGE) ist anders. Er verzichtet auf solche plakativen Kontraste. Die Roma in dem portraitierten Dorf irgendwo im ländlichen Rumänien leben unzweifelhaft in großer Armut, aber nicht im Elend. Es gibt keine befestigten Straßen und die Holzhütten sind einfach, aber weder der öffentliche noch der private Raum wirken verwahrlost.
Mit ihrer Kamera tauchen Christiane Schmidt und Didier Guillain ein in ein trotz aller inneren und äußeren Probleme funktionierendes Gemeinwesen, das vom charismatischen Aron Lungurar angeführt wird. Ein Jahr lang nimmt sich der Film Zeit das Dorf und seine Bewohner zu beobachten. Die Vertrautheit der Familie Lungurar und des gesamten Dorfes mit der Kamera lässt spüren, dass die beiden Filmemacher schon seit Jahren immer wieder den Ort besuchen und eine persönliche Beziehung zu dessen Bewohnern aufgebaut haben. Diese Intimität des Blicks ermöglicht mehr Empathie als jeder noch so gut gemeinte Ansatz, der versucht, das Thema politisch zu instrumentalisieren.

Publikumspreis der Rheinischen Post für den beliebtesten Film

Striche ziehen.
von Gerd Kroske

Juries

ARTE-Dokumentarfilmpreis

Susanne Mi-Son Quester
Geboren 1979 in Starnberg. Musikstudium in München, nach einem einjährigem Aufenthalt in Südkorea und Japan Wechsel zur Japanologie nach Berlin. Von 2001 bis 2012 studierte sie Dokumentarfilm an der Filmhochschule in München. 2004/2005 Studienaufenthalt in Südkorea mit einem Stipendium des DAAD. Seit 2006 freiberufliche Tätigkeit als Filmemacherin. 2011 und 2012 war sie Mitglied der Auswahlkommission der Duisburger Filmwoche. Filme (Auswahl): Finow (2002), DIENSTAG und ein bisschen mittwoch (2007, df 2007), Eiki – vielleicht nach Japan (2010, doxs 2010), Heidis Land (2012, df 2012).

Sven von Reden
Geboren 1968 in Gummersbach. Studium der Anglo-Amerikanischen Geschichte, Mittleren und Neueren Geschichte und Kunstgeschichte in Köln. Seit 1997 Filmkritiker u.a. für die tageszeitung, Der Standard, Berliner Zeitung, Welt am Sonntag, Spex. Seit 1998 Filmredakteur der StadtRevue – Das Monatsmagazin für Köln. Seit 2005 Mitarbeiter der Cologne Conference – Internationales Film & Fernsehfestival Köln. 2005 bis Ende 2012 Autor für das 3sat Kinomagazin, u.a. Sendungen über Christian Petzold, Ken Loach, Apichatpong Weerasethakul und Todd Haynes.

Jana Wolff
Geboren 1976, aufgewachsen in Berlin. Studium der Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste in Berlin. Von 1998 bis 2005 für die Berlinale und diverse andere Festivals tätig, von 2006 bis 2010 Festivalkoordinatorin an der dffb. Seitdem frisch, fromm, fröhlich und freischaffend unterwegs, u.a. (erneut) für die Berlinale, IDFA und Sarajevo Film Festival.

3sat-Dokumentarfilmpreis

Irene Anna Genhart
Geboren 1961 in Luzern. Studium der Germanistik und Filmwissenschaft in Zürich und Berlin. Seit 1988 Freie Journalistin mit dem Schwerpunkt Film und Kultur. Seit 1991 Fachreferentin für Film, Darstellende Kunst, Tanz, Fotografie, Cultural Studies an der Zentralbibliothek Zürich. Ausstellungen und Filmzyklen u.a. „Filmstadt Zürich“ (2002, Zentralbibliothek Zürich/Filmpodium Zürich), „Kunst + Kamera: Isa Hesse-Rabinovitch“ (2010, Zentralbibliothek Zürich/Filmpodium Zürich), „Tonspuren/Filme Hören“ (2011, MaerzMusik, Berlin). Seit 1998 Vorstandsmitglied des Schweizerischen Verbandes der FilmjournalistInnen (SVFJ). 2000 bis 2014 Delegierte der Semaine de la critique, Filmfestival Locarno.

Gunnar Landsgesell
Geboren 1969 in Wien. Studium der Politikwissenschaft. Arbeitet als freier Journalist in den Bereichen Film und Außenpolitik für verschiedene Fachzeitschriften und Wochenmagazine. Publikationen u.a.: „Real America: Neuer Realismus im US-Kino“ (herausgegeben zusammen mit Andreas Ungerböck und Michael Pekler), „Spike Lee“ (herausgegeben mit Andreas Ungerböck), „Poeten, Chronisten, Rebellen – Internationale DokumentarfilmemacherInnen im Porträt“ (herausgegeben von Verena Teissl und Volker Kull), „Kampfzonen in Kunst und Medien – Texte zur Zukunft der Kulturpolitik“ (herausgegeben von K. Becker, M. Wassermair).

Katrin Schuster
Geboren 1976. Studium der Germanistik sowie der Theater- und Kommunikationswissenschaften, anschließend Aufbaustudium Theater-, Film- und Fernsehkritik. Seit 2004 als freie Journalistin tätig, vor allem als Literatur- und Medienkritikerin unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, die Stuttgarter Zeitung, der Freitag und epd medien. Seit 2007 Mitglied der Nominierungskommission bzw. der Jury des Adolf-Grimme-Preises. Verschiedene Lehr- und Redaktionstätigkeiten sowie diverse eigene journalistische Online-Projekte.

‚Carte Blanche‘ – Nachwuchspreis des Landes NRW
Förderpreis der Stadt Duisburg

Sven von Reden
Katrin Schuster

Kommission

Till Brockmann
Geboren 1966 in Hannover, aufgewachsen im Tessin. Studium der Geschichte, Japanologie und Filmwissenschaft an der Universität Zürich. Seit 2001 Lehrbeauftragter der philosophischen Fakultät. Seit 1995 als Filmjournalist und Filmkritiker, mehrheitlich für die NZZ tätig. Seit 2003 Dozent für Filmgeschichte und audiovisuelle Theorie an der European Film Actor School, Zürich. Seit 2007 Dozent für Filmgeschichte an der F+F, Schule für Kunst und Mediendesign Zürich. Seit 2002 Mitglied der Auswahlkommission und Diskussionsleiter der „Semaine de Critique“, Filmfestival Locarno. Dissertation: „Handbuch der Zeitlupe – Anatomie eines filmischen Stilmittels“.

Pary El-Qalqili
Pary El-Qalqili wurde 1982 in Berlin geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften an der Europa Universität Viadrina (BA) mit einem einjährigen Auslandsstudium an der Universidad de Buenos Aires. Seit 2006 studiert sie Regie an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Ihr Kurzfilm RUHE IM KOPF erhielt 2009 den Starter Filmpreis der Stadt München. Ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm SCHILDKRÖTENWUT gewann mehrere Preise auf internationalen Festivals und kam im Mai 2012 in die deutschen Kinos. 2013 war sie Mitglied der Friedenspreis- Jury auf der Berlinale. 2014 ist sie Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin und erhielt das Grenzgänger Stipendium der Robert Bosch Stiftung. Pary El-Qalqili gibt Film-Workshops für Jugendliche am Ballhaus Naunynstraße in Berlin und arbeitet an ihrem Abschlussfilm SALAMANDER (AT).

Jessica Manstetten
Studierte zunächst Literaturübersetzen in Düsseldorf, dann Film-, Fernseh-, Theaterwissenschaften, Romanistik und Sozialpsychologie in Bochum. Arbeitet neben der Duisburger Filmwoche für die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen in der Programmsektion Musikvideo sowie für das IFFF Dortmund/Köln in der Auswahlkommission (Panorama/Thema). Mitauswahl beim Kasseler Dokfest-Lounge Programm, Schwerpunkt AV Performances. Programmzusammenstellungen für Festivals und Institutionen, u.a. International Short Film Festival Uppsala, Media Art Festival Impakt, Shift Basel, Donau Universität Krems, Tricky Women Wien, Kulturbüro Friedrichshafen, Stuttgarter Filmwinter. 2013/14 Gastdozentin an der Universität Paderborn. Übersetzt und spricht Filme ein.

Peter Ott
Geboren 1966. Filmemacher, Produzent, Schauspieler. 2007-11 Professur für Film und Video an der Merz-Akademie, Stuttgart. 2001-2005 Gründung div. Produktionsgesellschaften. 1994 Gründungsmitglied Abbildungszentrum. 1986-92 Studium an der HfbK in Hamburg, Visuelle Kommunikation. Filmografie (u.a.): 2010 „Gesicht und Antwort“, Dokumentarfilm, 72 min.; 2008 „Übriggebliebene Ausgereifte Haltungen“, Dokumentarfilm, 85 min.; 2007 „Hölle Hamburg“, Spielfilm, zusammen mit Ted Gaier, 88 min., www.hoellehamburg.org; 2004 „Jona (Hamburg)“, Dokumentarfilm, 86 min.), www.otthollo.de/jona; 1998 „Die Spur“, Spielfilm, 90 min.; 1995 „Der Renegat“, Videomagazin fortlaufend, zus. mit Silke Fischer & Jan Peters, insgesamt 240 min.

Werner Ružička
Geboren 1947. Studium der Germanistik, Philosophie und Sozialwissenschaften in Bochum. Ab 1974 Leiter der kommunalen Filmarbeit in Bochum. 1978-82 Mitarbeiter am dokumentarischen Langzeit-Projekt „Prosper / Ebel – Eine Zeche und ihre Siedlung“ als Regisseur und Produktionsleiter. Nach 1982 verschiedene Arbeiten für Fernsehen und Theater. Seit 1985 Leiter der Duisburger Filmwoche. Juror u.a. bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen, den Österreichischen Filmtagen Wels und beim Adolf Grimme Preis. Lehraufträge für Dokumentarfilm, u.a. an der Hochschule für Film und Fernsehen München, sowie Goethe-Institut-Seminare über Dokumentarfilm u.a. in China und Israel.

Joachim Schätz
Jahrgang 1984, arbeitet als Filmwissenschaftler und -kritiker in Wien. 2006-2013 ständiger Mitarbeiter der Wiener Stadtzeitung Falter, schreibt (bald mal fertig) seine Dissertation zu Rationalisierung und Kontingenz in Industrie- und Werbefilmen. Herausgeber von „Sponsored Films“ (Themenheft der Zeitschrift zeitgeschichte 2/2014, mit Sema Colpan und Lydia Nsiah), „Werner Hochbaum. An den Rändern der Geschichte filmen“ (mit Elisabeth Büttner, 2011).

Filme

Göttliche Lage – Eine Stadt erfindet sich neu (Ulrike Franke, Michael Loeken | DE 2014)
Double Dawn (Lukas Marxt | AT/DE 2014)
Wem gehört die Stadt – Bürger in Bewegung (Anna Ditges | DE 2014)
In Sarmatien (Volker Koepp | DE 2013)
Le beau danger (René Frölke | DE 2014)
Beyond Metabolism (Stefanie Gaus, Volker Sattel | DE 2014)
Kurze Ecke (Bernd Schoch | DE 2014)
Napps – Memoire of an Invisible Man (Tami Liberman | DE 2014)
Der Unfertige (Jan Soldat | DE 2013)
Raimund – Ein Jahr davor (Hans-Dieter Grabe | DE 2013)
Souvenir (André Siegers | DE 2014)
Padrone e sotto (Michele Cirigliano | CH 2014)
Wenn es blendet, öffne die Augen (Ivette Löcker | AT 2014)
Heimsuchung (Henrike Meyer | DE 2014)
Cargo (Barbara Kasper, Lothar Schuster | DE 2014)
Those Who Go Those Who Stay (Ruth Beckermann | AT 2013)
Striche ziehen. (Gerd Kroske | DE 2014)
Tower House (Karl-Heinz Klopf | AT/JP 2013)
Der NSU-Prozess – Das Protokoll des ersten Jahres (Soleen Yusef | DE 2014)
Riding My Tiger (Ascan Breuer | AT/ID 2014)
Städtebewohner (Thomas Heise | DE 2014)
Pădurea e ca muntele, vezi? (Didier Guillain, Christiane Schmidt | DE/RO 2014)
Tristia – Eine Schwarzmeer-Odyssee (Stanislaw Mucha | DE 2014)
Orbitalna (Marcin Malaszczak | DE/PL 2014)
Portrait of a Lone Farmer (Jide Tom Akinleminu | DE/DK/NG 2013)
Ruina (Markus Lenz | DE 2014)
Hier sprach der Preis (Sabrina Jäger | DE 2014)

Extras

Hans-Dieter Grabe im Gespräch mit Gabriele Voss

Nicht löschbares Feuer (Harun Farocki | DE 1969)
Zwischen Darstellung und Erkenntnis (ARTE Creative | DE 2012)

Lesung aus Peter Liechtis Buch „Klartext. Fragen an meine Eltern“

Motto

gut gedeutet

Der Dokumentarfilm ist der Wirklichkeit nahe – mit all den daraus resultierenden Privilegien und Missverständlichkeiten. Wie sind solche Differenzen auszumessen? Jeder Film ein neuer Versuch, die Dinge zu deuten.

Und jede Debatte über jeden Film ein neues Bemühen, uns deutlich zu machen, was dokumentarische Kunst ist und vermag.