Duisburger Filmwoche

Film

Novembertage – Stimmen und Wege
von Marcel Ophüls
DE 1990 | 140 Min.

Screening
Duisburger Filmwoche 14
17.11.1990

Diskussion
Podium: Marcel Ophüls
Moderation: Werner Ružička
Protokoll: Lothar Leininger

Protokoll

DIE ANREDE gnäFrau

DAS APERCU produktionsbedingte Verkürzung der gefilmten Gespräche im Verhältnis 1:15

DIE AUSWAHL DES DREHORTES der Pressereferent des regierenden Bürgermeisters von Berlin

DAS AUTO Opel Corsa

DIE BANANENMENSCHEN das Volk will, was die Dirigenten schon immer hatten

DER DISKUSSIONSLEITER möchte mehr antikommunistische Filme in Duisburg zeigen

DER DOKUMENTARFILM schillernd, lustig, autoritär

DER FRIEDENSENGEL das Zusammenbringen von Straßenmusikern und Stasi-Leuten ist rUhrselig und sentimental

DIE GEWALT DER MEDIEN der Filmemacher wünscht sich mal keine Antwort auch von einfachen Menschen

DER GROßINQUISITOR MC CARTHY eine Figur, mit der sich der Filmemacher nicht identifizieren möchte

DIE JÜDISCHEN KREISE im Falle des deutschen Autoerotismus sollte diesen nicht das Wasser gereicht werden

DIE KREATIVE IDEE das einfrieren der Bilder des BBC-Materials vom 9. November (die BBC dreht menschlicher)

DER MASOCHISMUS DES FILMEMACHERS nicht vorhanden

DIE MOTIVATION Auftragsarbeit für die BBC

DIE MUTTER DER REVOLUTION unbescheiden, photogen, anziehend

DIE NIETE ein vorstellbarer Filmemacher, der Krenz nicht in Zusammenhang mit Ghandi bringt

DIE OPHÜLSFALLE gibt es nicht

DIE PSYCHOPATHEN gescheite Leute, die die Chancen fUr faschistische Bewegungen gut einschätzen können, auch wenn sie es damit nicht unbedingt schaffen, bis nach Berchtesgaden zu kommen

DIE POSITION antikommunistisch, proamerikanisch, nicht Reagan oder Bush sondern Roosevelt

DIE SCHöNEN MÄDEL Ausstattungsvorschlag fUr den Potsdamer Platz, zu finanzieren von Momper oder Mercedes Benz

DER SPIELFILM siehe der Dokumentarfilm

DAS VERDAUUNGSMITTEL Fernet Branca

wird nicht akzeptiert

[handschriftlich]